Dezentraler E-Commerce: Mehr Möglichkeiten und Flexibilität für B2B, B2C und C2C

Seit einigen Jahren liefert das Thema ‚Dezentraler E-Commerce‘ Diskussionsstoff für Anbieter, Händler und Experten. Inzwischen ist eine Reihe von positiven Marktentwicklungen durch die dezentrale Ausrichtung des E-Business festzustellen. Wir haben interessante und nützliche Infos über diesen international relevanten Markttrend kompakt zusammengefasst.

Was ist mit dezentralem E-Commerce gemeint?

Dezentraler E-Commerce beschreibt die Abkoppelung von traditionellen Marktstrukturen und die Vernetzung von Akteuren und Leistungen mithilfe von intelligenten Softwaresystemen über das Internet. Dabei bekommen auch kleinere und mittlere Händler einen stabilen Platz in der Marktumgebung und haben die Möglichkeit ein deutlich größeres Publikum zu erreichen. ‚Dezentral‘ bezieht sich in diesem Sinne auf die Lagerungsstrukturen und die Vernetzungsmodelle zwischen den beteiligten Parteien. Ein gutes Beispiel für dezentralen E-Commerce liefert e-Bay als Marktplatz, wo „Käufer und Verkäufer zusammenkommen, um frei über Waren und deren Wert zu verhandeln“ (Quelle).

Warum Dezentralisierung?

Als erfolgreich im Kontext des dezentralen E-Commerce erweisen sich Geschäftsmodelle, die multioptionale Kunden zufriedenstellen können und essenzielle Service-Komponenten integrieren. „Wenn sich ein Online Shop mit einem Ladenlokal verbindet, so kann dieser Laden wie ein dezentrales Lager genutzt werden“. Entsprechend „kann dieses dezentrale Lager die Lieferzeit stark reduzieren und sogar einen Premium Same Day Delivery Service ermöglichen.“ (Quelle)Das ist nur eins von vielen Beispielen, wie eine Vernetzung von online- und offline- Akteuren zur Reduzierung von Transaktionskosten der beteiligten Parteien beitragen kann und gleichzeitig eine deutliche Flexibilität für die Endverbraucher bietet, die nun nicht mehr auf Bestellungen warten müssen. Im Shop in der Nähe kann der Kunde die Ware begutachten und dann vor Ort über den Kauf entscheiden.

E-Commerce Experte Wilijo Krechting sagt dazu:

Bisher bieten viele Shop-Betreiber ihre Produkte zusätzlich auf den einschlägig bekannten, großen Marktplätzen an, zahlen hohe Provisionen an die Betreiber und halten somit viele Kunden von ihrem eigenen Shop fern. Auf einem dezentralen Marktplatz würden sie die Kunden dagegen anlocken. Überdies ließe sich auf einem dezentralen Marktplatz nicht nur das Sortiment, sondern auch der Kommunikationsweg so weit vernetzen, dass Kunden noch mehr Möglichkeiten erhalten, Informationen über bestimmte Marken zu bekommen und zu vergleichen. Auch Händler können dadurch lernen, ihr Angebot zu optimieren.“ (siehe hier).

Geschäftsmodelle im E-Commerce

Als Geschäftsmodell lässt sich die Architektur beschreiben, die den Austausch und die Aufteilung von Ressourcen vorbestimmt. Im E-Commerce erzielt man eine effizientere Konstellation von Produkten, Services und Informationen durch den Einsatz moderner Technologie und senkt damit die Transaktionskosten. Es gibt mehrere Rollenverteilungsszenarien und verschiedene Modelle, die sich zentralisierte und dezentralisierte Strukturen zunutze machen, um das Meiste aus den gegebenen Ressourcen herauszuholen. Ein gutes Beispiel dafür und ein absoluter Hype zurzeit ist der Multi- oder Omnichannel-Vertrieb.

Das Omnichannel-Prinzip zeigt, wie man durch die Kopplung diverser Handelskanäle und die Dezentralisierung von Bestellungs-, Zahlungs- und Logistikprozessen zu einer deutlichen Umsatzsteigerung gelangen kann (lesen Sie mehr darüber in einem spannenden Interview mit Silvio von Krüchten, CEO von i-ways sales solutions GmbH).

Entscheidend dabei ist der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens oder eines Projekts. Um das bestimmen zu können, sollte man diese 5 zentralen Stufen der digitalen Entwicklung beachten: Web Präsenz, E-Shop, Multi/Omnichannel-Vertrieb, Mobile Business und als höchste Stufe, das „Digital Enterprise“.

 

Bildquelle:

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